Funtrailing

Mantrailing for Fun


27. Juni 2008

Und welches Geschirr?

Category: Ausrüstung – Dixie – 10:59

Zum Startritual und zur Hundeausrüstung gehört natürlich auch ein Geschirr, das für den Hund möglichst noch frei von Assoziationen ist. Hundegeschirre gibt es mittlerweile wie Sand am Meer, einige davon werden sogar als Mantrailing-Geschirre angepriesen. Bevor ich Habca ein neues Geschirr gekauft habe (davon später mehr) habe ich versucht einen Eigenschaftskatalog aufzustellen (jaja, die Philosophen machen halt alles so kompliziert wie möglich). Wenn Ihr den noch ergänzt wird es vielleicht für andere eine sinnvolle Entscheidungshilfe.

  • wichtig ist natürlich der Zugpunkt: Wo wirken die Kräfte, wenn der Hund vorwärtsstürmt und der Mensch an der Leine hängt? Die Leine ist ja dann quasi ein Kraftvektor (könnte ich besser computerzeichnen würde ich hier eine Skizze machen). Beim Norweger wirkt der Zug vor allem am Brustgurt, auf den großen Brustmuskel, was theoretisch wohl ganz gut ist – Habca kommt mit Norwegergeschirren überhaupt nicht klar. Mittlerweile gibt es eine Reihe von Geschirren, die dem Hund das an-der-Leine-Ziehen abgewöhnen sollen und auch an speziellen Punkten an der Brust ansetzen, die unangenehm sein sollen. Hier also Vorsicht.
  • kann ich das Geschirr gut an- und ausziehen und brauche dafür nicht unbedingt ewig, auch wenn der Hund vielleicht schon motiviert rumzappelt? Über unser Autofahrgeschirr zum Beispiel muss ich jedesmal aufs Neue lange nachdenken. Wäre beim Trailen eher doof.
  • Kann der Hund Kopf und Hals frei bewegen? Je nach Körperbau des Hundes stört z.B. manchmal der Brustriemen beim tiefen Schnuppern am Boden. Das wäre natürlich zum Trailen denkbar schlecht.
  • das Geschirr soll rundherum gut sitzen, dabei muss man aber im Kopf behalten, dass es zum Ziehen gedacht ist. Das heisst ein geeignetes Trailing- oder Zuggeschirr kann im Stehen oder Liegen schonmal zu groß wirken. Mit Spezialanfertigungen hat man eine gute Chance dass es passt, andererseits kann man die weniger verstellen und meist nicht anprobieren (da Internetkauf).
  • lose Enden, schlecht vernähte Kanten etc machen zumindest meinen Hund ganz kirre. Das geht gar nicht.
  • eine Verstärkung des letzten Punktes: langhaarige Hunde bleiben natürlich eher mal an Karabinern, Schnallen, aufgesetzten Strassteinchen 😉 etc. hängen. Kaputtes Fell muss nicht sein und Ziepen beim Trailen auch nicht.
  • ganz subjektiv: „mag“ der Hund das Geschirr, auch die Art es anzuziehen (manche Hunde mögen es nicht, etwas über den Kopf gezogen zu bekommen, andere haben Probleme mit Step-in-Geschirren) – und mag ich das Geschirr? Das vernünftigste Geschirr das ich im tiefsten Inneren hässlich und total peinlich finde würde ich nicht kaufen – weil man negative Gefühle mit dem Anlegen verknüpft.
  • stimmt der Preis? Manche Geschirre sind mittlerweile ganz schön überteuert, finde ich. Beim billigsten wäre ich aber auch skeptisch.
  • ist die Verarbeitung solide, wirkt es stabil? Je nach Hund wirken auf ein Trailinggeschirr ganz schöne Kräfte ein. Meinem Berliner Hundesitter ist schonmal beim normalen Gassigehen der Leinenring vom Geschirr abgerissen. Wäre beim Trailen ziemlich doof.
  • ist es wetterfest, bzw werde ich es hinreichend pflegen oder sollte ich lieber was pflegeleichteres nehmen weil ich nicht so der abends-beim-Fernsehen-Leinen-einfetter-Typ bin?
  • was noch?

Wofür wir (Team Habca) uns dann entschieden haben, erfahrt ihr später…

1 Kommentar »

  1. Den Gedankengang finde ich sehr gut! Mantraile seit Mai 2010 und benutze ein Feltmann-Kreuzgeschirr bislang. Nun bin ich auf die Empfehlung gespannt und suche weiter.

    Comment by Elisabeth Dombrowsky — 26. Februar 2011 @ 18:06

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