Funtrailing

Mantrailing for Fun


15. Juni 2008

Habcas erste Übungen

Category: Training – Dixie – 20:44

Sonntag, 15. Juni haben wir uns zum ersten Funtrailing Trainingstag getroffen. Stressfrei sollte für die Hunde das ganze ein tolles Spiel werden, stressfrei sollte es für uns Menschen eine spassige Sonntagsaktion sein.

Also war ersteinmal Kaffe trinken, klönen, und Ideen austauschen angesagt. Die beiden Wauzis kamen sich soweit auch näher – zwei Charaktere, wie sie nicht unterschiedlicher sein können: Habca, die ruhige souveräne, zurückhaltende und menschenbezogene Tibet Terrier Hündin und Dixie, das stürmische, ungeduldige, verspielt bis aufdringliche Briard-Mädchen.

Wir sind dann zu einem Spaziergang aufgebrochen und die Dixies haben den Habcas die grundlegenden Ausbildungsideen umrissen. Wesentlich war hier: der Hund soll in keiner Situation unter einem Zwang stehen, wir nutzen natürliche Triebe (Bindung, Hetz- Jagd- oder Hütetrieb) und egal was passiert, wir freuen uns mit dem Hund, so daß die Motivation der Wauzis aufgebaut und erhalten wird. Technisches Brimborium steht im Hintergrund, Motivationstraining und Spielen im Vordergrund.

Team Dixie hat dann eine einfache Anfängerübung gezeigt: den Basistrail (für absolute Neuling). Der ist ganz ähnlich dem Welpen-Bindungsspiel, wo eine Person den Welpen festhält und die Bezugsperson unter jauchzen und hüpfen einige Schritte wegrennt. Der Hund wird losgelassen und rennt ganz natürlicherweise mit viel Enthusiasmus zu seiner Bezugsperson.

Der Basistrail ist jedoch etwas modifiziert, man bringt einige Elemente des Mantrailing hier schon ein. Habca wurde umgezogen, ihr Trailinggeschirr und Trailingleine, welche später beim Startritual eine wesentliche Rolle spielen werden, wird angelegt. Der Hundeführer motiviert den Hund hier schon, es kommt gleich was ganz tolles. Die zu suchende Person war hier optimalerweise die enge Bezugsperson F., der Drang ihr zu folgen hilft sehr bei dieser Übung. F. motiviert und reizt den Hund mit seinem Lieblingsspielzeug und oder einer besonderen Belohnung, sowie mit einem Kleidungsstück, während Habca noch steht. F. rennt dann armewedenld und rufend weg. Nach 2 meter läßt er sein T-shirt fallen, bleibt nach 10m stehen und lockt weiter den Hund zu sich.
Der Hund wird über das Kleidungsstück geführt, Habca zeigt schon von sich aus Interesse daran und schnuppert. In diesem Moment wird das Startkommando, hier „Search“, gegeben und der Hund darf zum Gesuchten rennen.
Die Belohnung erfolgt sofort und ausgiebig. Wurst, Spiel, Freude.

Beim ersten Mal war Habca durchaus unsicher, weshalb sie nun so ausgiebig belohnt wurde, aber nach dem zweiten Basistrail hatte sie das Spiel schon begriffen.

Der Basistrail wird später bei erfahrenen Hunden auch wieder wichtig werden. Sollte ein Trail nicht erfolgreich verlaufen, würden wir am Ende des Trainings oder Einsatzes noch einen solchen Basistrail machen. Dieser verspricht Erfolgsgarantie und beendet die Session mit einem Erfolg. Dies hilft, die Motivation des Hundes zu erhalten oder gar zu verbessern. Auch als Aufwärmübung eignet sich der Basistrail gut.

Ich unterscheide zwischen Anfänger-Basistrail und Fortgeschrittenen-Basistrail. Der Fortgeschrittenen-Basistrail ist ein Trail mit dem ruhigeren, später etabliertem Startritual, wie es im Einsatzfalle notwendig ist, wie es immer trainiert wird (beschreibe ich noch).
Der Anfänger-Basistrail ist oben dargestelltes, vereinfachtes Startritual, welches eine schnellere Abfolge und höhere Motivation durch Reiz und Tempo zuläßt. Sobald der Hund jedoch das grundsätzliche Spiel begriffen hat und die Motivation groß ist, zumindest bekannte Personen zu suchen, sollte so früh wie möglich das endgültige Startritual etabliert werden. Bei motivierten Hunden kann das schon beim dritten Trail der Fall sein, bei weniger motivierten denke ich, daß die Vorteile, die das Aufbauen der Motivation bringt, den möglichen späteren Aufwand der Umstellung rechtfertigen.

Auch Dixie ist an diesem Tag gelaufen, das schreibe ich aber ein anderes mal. [D2008/08] [D2008/09]

/P

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