Funtrailing

Mantrailing for Fun


23. Juni 2008

30 Grad Celsius

Category: Training – Dixie – 14:19

ist für unsere langhaarigen Hochgebirgshunde eine nicht leichte Herausforderung.
Sonntag, den 22.6.2008 trafen wir uns wieder zum Mantrailing Funtrailing Training. Die erste Amtshandlung war allerdings nicht arbeiten, sondern nach einem gemütlichen Kaffee konnten die Hunde im nahegelegenen Teich erst einmal baden.

Die philosophisch orientierte Beschreibung des Tages lest ihr am besten bei Habca.

Ein relativ kurzer Spaziergang durch die Weinberge führte uns zum geplanten Übungsort, wo wir durch die dort praktisch verlaufenden Wege uns optimal der Windrichtung anpassen konnten. Auch einige kleine Hütten bieten dort schöne Verstecke, was in den Weinbergen (aus der Perspektive eines Tibet Terrier oder auch Briard) sonst eher schwierig wäre.

Team Dixie hat nochmals einen Basistrail [D2008/10] gezeigt, und nach Ortswechsel auf nicht kontaminiertem Gebiet hat Team Habca das Frauchen von Dixie mit einem Basistrail gesucht.

Habcas Basistrail über ca. 10m

Die Motivation von Habca war exorbitant, die Kleine hat echt Potential.

Übungsschwerpunkt: Y-Trail (splitting)

Ein wenig weiter auf dem Weg hat Team Dixie dann das sogenannte „splitting“ geübt [D2008/11].
M. (rot) und F.(blau) sind einige Meter zusammen gegangen und haben sich dann getrennt, sind in einem Y auseinander gegangen. Nach einer Gesamtstrecke von ca. 25m haben sie sich positioniert und so neutral wie möglich verhalten. Keiner sollte Dixie einen Hinweis durch Verhalten oder anschauen geben. Dixie wurde mit dem T-Shirt von F. angesetzt und ist spurgenau (grün) bis zum Trennungspunkt gelaufen, und hat dann ohne zu zögern den Weg Richtung F. eingeschlagen. Diese Selbstsicherheit hat mich schon in Erstaunen versetzt, da wir diese Übung in dieser Form noch nicht hatten und die beiden Personen nicht wirklich Bezugspersonen sind.

Nun bin auch ich davon überzeugt, daß das Anriechen (je nach Hund) sehr kurz und scheinbar Oberflächlich aussehen kann, und daß wir Menschen die Hundenase permanent unterschätzen.

Da Habca bisher auch eine sehr hohe Motivation gezeigt hat, wurden wir mutiger und probierten einen einfachen Trail mit der gesuchten Person ausser Sicht. F. ging ein Stück den Weg gegen den Wind und verschwand in einem Winzerhäuschen. Habca konnte dies soweit beobachten und war sehr aufmerksam und fast schon ungeduldig. Der Geruchsartikel wurde angeboten und Habca hat sich auch dieses Mal selbständig dafür interessiert und daran geschnuppert. Das Startkommando kam auch genau richtig, jedoch war Habca unsicher, ob sie loslaufen darf. Sie hatte bisher im täglichen Leben gelernt, daß sie bei M. bleiben muss, wenn F. weggeht. Eine kurze Bestätigung durch den Hundeführer hat aber gereicht, um Habca wieder in einen Schlittenhund zu verwandeln. Zielsicher und ohne weiteres Zögern hat sie F. dann in diesem Häuschen direkt hinter dem Eingang gefunden.

Start

Ziel

Team Dixie hat dann eine ähnliche Situation, allerdings nicht in ein Häuschen, sondern nur zwischen die Reben erzeugt [D2008/12]. Die Besonderheit hier war, daß D. den Trail gelegt hat und ich den Hund führte. Wir wechseln uns als Hundeführer ab, je nachdem wer gerade Fußkrank ist und nicht weite Strecken oder schnell laufen kann. Dixie ist es offensichtlich egal, wen sie durch die Landschaft zerrt, die einzige Schwierigkeit ist bei uns Menschen, die wir den Hund lesen müssen. Der Profi würde sicherlich sagen, daß das nicht optimal ist, aber ich denke, für unsere Zwecke (fun) ist es ok, und die Motivation und Triebkonsistenz von Dixie hat bisher überhaupt nicht unter einem Wechsel des Hundeführers gelitten.

Ein solcher Trail außer Sicht in den Weinbergen hat aber ein großes Problem: der Geruch kann ungehindert im Wind verbreitet werden, so daß der Hund sich den Weg zwischen den Reben hindurch sucht, wo der Mensch auf dem Bauch kriechen muss um Flurschaden zu vermeiden. Wie das in einem Einsatzfall zu lösen wäre, weiß ich noch nicht. Ein Flächensuchhund ohne Leine wäre hier vielleicht effizienter.

Danach sind wir wieder zum Teich gelaufen, wo sich die beiden Hunde ausgiebig mit den Fröschen das Wasser geteilt haben.

Die Eckdaten:

Temperatur: 26°C bis 30°C, 65% Luftfeuchtigkeit, 1000mBar Luftdruck, sonnig, leicht böiger Wind, trockener Boden, Gras, Betonweg beim letzten Trail

Suchmotivation bei beiden Hunden trotz harten Bedingungen extrem ausgeprägt.

3 Comments »

  1. Wir Hunde sind nicht blöd :-), bei Hundeführerwechsel können wir sehr gut unterscheiden, wie jeder so ist.
    Frauchen kannte mal einen Rettungshund, der in der Fläche vom Frauchen und in den Trümmern vom Herrchen geführt wurde, war nie ein Problem.

    Wüffchen
    Hoshi

    Comment by Hoshi — 23. Juni 2008 @ 21:36

  2. Aaaaaah, wenn ich jetzt den tibetanisch-filosofischen Bericht von Habca noch mal abschnupper finde ich sicher noch ein paar Po-Enten.

    Frauchen sagt, sie ist beeindruckt von Dixie und Habca. Und die Fannträling-Sache soll Herr Chen sich patentieren lassen. Das wär echt gut und könnte viele Interessenten finden.

    Weiter schlafen geht
    Banjo

    Comment by Banjoko Silberlöwe — 23. Juni 2008 @ 23:39

  3. Coole Skizzen! Aber ist das der richtige Hund? 😉

    Comment by Miriam — 26. Juni 2008 @ 11:02

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